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Wie hoch darf Fieber steigen?

Ab wann muss ich gegen das Fieber etwas unternehmen?

Auf keinen Fall stark fiebersenkende Mittel geben, welche die Substanzen Ibuprofen, Diclofenac, Phenacetin etc. enthalten. Diese Stoffe, ob Zäpfchen oder Saft, werden aus Unwissenheit zu häufig und auch in Überdosis eingesetzt. Damit werden die notwendigen Immunreaktionen unterdrückt. Diese Unterdrückung des Fiebers hält meistens nur kurz Zeit an und beruhigt nur die unkundigen Pflegepersonen. Es handelt sich nur um eine vorübergehende Scheinheilung.
Die sogenannte Meningokokkenmeningitis tritt bei uns in den meisten Fällen durch den Einsatz der starken Fiebermittel auf. Bei allen Fällen, die mir in den letzten Jahren bekannt geworden sind, wurden diese Substanzen gegeben. Es war sogar so, dass einige Kinder nach Impfungen hohes Fieber bekamen und dagegen dann diese Mittel verabreicht wurden. Wenige Stunden danach kam es zur Meningokokkensepsis (die Meningokokkenmeningitis ist Teil dieses Geschehens) und zum Tod.
Die Impfbetreiber erklären in den Medien lapidar, dass eben ein Kind an einer tödlichen Meningokokkensepsis gestorben sei. Sie verschweigen aber, dass diese Menschen gerade vorher geimpft und mit starken Fiebermitteln behandelt wurden. Es ist himmelschreiend, dass jedes Jahr allein in Österreich mehrere Kinder durch dieses Procedere (lateinisch: Vorgehen) sterben.
Es ist leider viel zuwenig bekannt, dass diese starken Fiebermittel zu Entzündungen von Lunge, Hirnhaut und Gehirn führen können. Und das ist nicht selten der Fall!
Auch Antibiotika wirken nicht sofort, meistens erst nach Stunden, oft erst nach mehreren Tagen. Da ist es noch immer besser, nur zu warten. Vor allem heißt es, Ruhe zu bewahren.
Ebenso sind zu starke Anwendungen mit kaltem Wasser zu vermeiden. Dazu gehören kalte Duschen, Güsse und kalte Wannenbäder.
Dagegen sind kurze kalte Waschungen oder feuchte kalte Auflagen oder Wickel empfehlenswert. Ebenso sind kurze kalte Arm- oder Fußbäder nützlich und keine ernste Belastung für den Patienten. Sie beschleunigen die Heilung. Nach sanften Kaltwasseranwendungen sollen die Patienten mit warmer Kleidung und Decken erwärmt werden. Diese zarten Anwendungen unterbrechen nicht das Fieber, sie regen den Körper sogar an, für kurze Zeit das Fieber noch zu erhöhen.
Das Fieber selbst ist bereits ein Heilvorgang. Mit Hilfe des Fiebers, eines hoch energiereichen Prozesses, laufen die notwendigen immunologischen Vorgänge ab. Das Fieber selbst ist nicht die Ursache für Lungenentzündung oder Schwächung des Kranken.
Der Organismus des Kranken erzeugt so viel Fieber, wie er zur Heilung braucht. Ein sonst gesunder Mensch, ob Kind oder Erwachsener, bekommt eher hohes Fieber. Ein nicht ganz gesunder Mensch kann nicht das nötige Fieber erzeugen.
Gibt es nun überhaupt homöopathische Fiebermittel?
Nein; das Fieber selbst ist nur ein Symptom einer Erkrankung, die mit Fieber einhergeht. Das Fieber geht erst zurück, wenn die Heilung fortschreitet. Zum Verständnis sei hier eines der möglichen Heilmittel bei Lungenentzündungen angeführt. Der Kranke hat hohes Fieber, hat Schmerzen, wenn er hustet, der Husten ist trocken und er ist sehr durstig. Vorausgegangen ist ein längerer Aufenthalt im Freien bei unfreundlichem und windigem Wetter. Wir haben also bei diesem Patienten fünf Symptome, die alle auf Bryonia hinweisen. Damit ist Bryonia in diesem Fall das Heilmittel und nebenbei natürlich auch ein Fiebermittel, weil das Fieber eben zu dem aktuellen Leiden gehört.
Ein allgemeines Fiebermittel gibt es in der Homöopathie nicht. Bei akuten fieberhaften Krankheiten genügen meistens zwei bis höchstens vier Symptome am Kranken, um das passende (Fieber-)Heilmittel zu finden.

Dr. Johann Loibner